Projektbeschreibung

Die Jugendarbeit im Landkreis Northeim zeichnet sich durch eine gute Vernetzung aus und so entstand die Idee, anlässlich der im nächsten Jahr in Deutschland stattfindenden Fußballweltmeisterschaft unter Beteiligung von Jugendverbänden, Jugendgruppen, Jugendinitiativen, Jugendringen und Jugendpflegen eine interkulturelle Begegnungsmaßnahme mit verschiedenen Nationen unter Miteinbeziehung der u.a. bereits in den Kommunen des Kreisgebiets existierenden Partnerstädte durchzuführen.

Der Straßenfußball bietet sich hierbei als  Medium für Verständigung und Toleranz an, da Jugendliche auf der ganzen Welt Fußball spielen, unabhängig von Alter, Geschlecht und sozialem Umfeld. Es existiert ein einheitliches Regelwerk. Es bestehen im Spiel keine Sprachbarrieren und durch die Nutzung der Strasse bzw. öffentlicher Plätze wird auch die Öffentlichkeit mit einbezogen. Straßenfußball schafft Begegnung und fördert die Kommunikation von Jugendlichen verschiedener Nationen. Zudem unterstützt es eigene Initiativen, hat Netzwerkcharakter und trägt zur Integration von sozialbenachteiligten Jugendlichen bei, die über dieses Projekt verstärkt in allen Partnerländern und in Deutschland angesprochen werden sollen.

Einen wichtigen Bestandteil dieser Jugendbegegnungsmaßnahme bildet das Interkulturelle Lernen. Die Partner sollen bereits im Vorfeld ihre Gruppe, ihre Heimat, ihre Aktionen mit Ausdrucksformen der Kunst, der Musik, des Theaters, des Films, des Tanzes, einer Ausstellung etc. darstellen und diese Beiträge später in Deutschland den anderen Partnern und der Öffentlichkeit vorstellen. Die eigene Kultur ist ein wichtiger Bestandteil der Identität und soll zu mehr Verständnis, Toleranz, Respekt etc. beitragen sowie Gemeinsamkeiten fördern und kulturelle Vielfalt darstellen. 

Durch den kulturellen Austausch und das Miteinander im Rahmen der geplanten Straßenfußballaktion in verschiedenen Orten des Kreisgebiets (Vorrundenspiele mit öffentlichkeitswirksamer Präsentation der ausländischen Gäste)  und einer großen Abschlussveranstaltung in Northeim sammeln die Jugendlichen aus den verschiedenen Nationen wichtige Erfahrungen und Kenntnisse über (Jugend-) Kulturen, Lebensweisen, Einstellungen, Werten etc. Der Gedanken soll weiter entwickelt werden, andere Kulturen zu verstehen, zu respektieren und interkulturell zu lernen, damit umzugehen. Zudem soll über diese Begegnungsmaßnahme der Anstoß gegeben werden, in den Folgejahren in den beteiligten Ländern ähnliche Veranstaltungen mit ggfls. anderen thematischen Schwerpunkten zu organisieren.

Obwohl die genaue Zahl der ausländischen Partner zu diesem Zeitpunkt noch nicht exakt feststeht, werden nach den derzeitigen Planungen neben Gruppen aus dem Kreisgebiet folgende Nationen teilnehmen: Polen (4), Frankreich (3), Italien (1), Japan (1), England (1), Belgien (1), Litauen (1), Slowakei (1) und Österreich (2) teilnehmen.

Die weiblichen und männlichen TeilnehmerInnen sollten im Alter von 14-18 Jahren sein und eine Gruppenstärke von 10 Personen (plus 1-2 Betreuungskräfte) umfassen.

Begleitet wird die Jugendbegegnungsmaßnahme im Vorfeld und während des Zeitraums der Durchführung vom 3.-11.6.2006 durch Veranstaltungen und Aktionen im kulturellen und sportlichen Bereich (Mädchen-, Kinder- und Kickerfußballturnier im Kreisgebiet, Mitternachtssport, Kinovorführungen mit Filmen „Rund um den Ball“, Gesundheitsaktionen, Vorträge, Kindertheater zur Fußball-WM etc.). Die öffentliche Präsentation der jeweiligen kulturellen Beiträge der Nationen erfolgt am jeweiligen Spielort bzw. in der Partnerstadt sowie in Northeim am Tag der offiziellen Eröffnung der WM (9.6.2006) anlässlich des Straßenfußball-Endrundenturniers mit sich anschließender Übertragung der ersten Spiele über eine Großbildleinwand und einem Kulturprogramm für die ausländischen Gäste am 9. und 10.6.2006 (Besuch einer Vorstellung im Theater der Nacht, Internationales Café und Ausstellung sowie Chill out Party im Jugend- und Kulturzentrum, Konzert etc.) Während des Aufenthalts der ausländischen Gäste ist zudem geplant, die mexikanische Nationalmannschaft in Göttingen beim öffentlichen Training zu besuchen und eine Gesprächsrunde mit einer Spielerin aus der Weltmeistermannschaft des DFB durchzuführen. Hierbei hat der NFV Kreisfachverband Northeim, der auch mit zu den Netzwerkpartnern im Projekt gehört seine Unterstützung zugesagt. Auch eine Besichtigung des WM-Stadion / Niedersachsenstadion in Hannover ist vorgesehen.

Die Bürgermeister in den Kommunen und der Landrat haben bereits ihre Bereitschaft erklärt, die Schirmherrschaft für dieses Projekt zu übernehmen. Darüber hinaus haben bereits auch Fachgespräche und Ortsbesichtigungen in den potentiellen Spielorten (Uslar, Einbeck, Bad Gandersheim/Kreiensen, Northeim) unter Beteiligung von Vertretern der Städte und Gemeinden sowie örtlicher Fußballvereine stattgefunden, um die örtlichen Bedingungen zu erkunden, Absprachen zu treffen und die örtliche Vereinsstruktur mit einzubeziehen.

Zur Vorbereitung dieser Maßnahme ist für den Zeitraum vom 17. – 20.2.2006 ein Vorbereitungstreffen in Northeim geplant

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